SPIEGLEIN, SPIEGLEIN AN DER (LEIN)WAND

BILDERSPRACHE. Protagonist Philipp Kuhn trägt ein Bild mit sich herum. Ein Männerkopf, er heißt “Adam”. Adam begleitet Philipp bei seiner Odyssee durch die Stadt. Es handelt sich dabei um ein surrealistisches Selbstportrait von Rudolf Hausner, dem Mitgebründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Eine frühe Reihe von Selfies gewissermaßen. Philipp Kuhn ähnelt Adam – Adam ist eine Art “älterer Zwilling” von Kuhn. Und Adam ist zugleich Rudolf Hausners Alter Ego. So sind es drei Männer, die einander ähneln und spiegeln.

“Adam bin nicht mehr ich allein – Adam sind wir alle” (Rudolf Hausner)

Bild aus: Walter Schurian, Hausner- Neue Bilder – 1982-1994, Edition Volker Huber