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STIPENDIUM DER ROGER WILLEMSEN-STIFTUNG

RESIDENZSTIPENDIUM IN DER “VILLA WILLEMSEN”

Ich freue mich sehr über das Stipendium der Roger Willemsen-Stiftung, das mir für das Manuskript “Zettberg” zuerkannt wurde. Den ganzen Juni 2020 darf in den Villa in Wentdorf bei Hamburg verbringen und arbeiten. Es ist mir eine große Ehre, in Willemsens Wohnhaus zu residieren. Nach seinem Tod wurde es zur Künstlervilla umfunktioniert.

Aus einer Reportage vom deutschlandfunk Kultur:

Die Idee, das Haus zu erhalten und zu einem Rückzugs- und Inspirationsort für Literaten und Künstlerinnen zu machen, entstand 2016, wenige Wochen vor Willemsens Tod.
„Ich hatte für den mare-Verlag schon sehr lange ein Künstlerhaus angedacht. Ursprünglich in Brasilien. Aber das hat nicht geklappt, über Jahre hinweg. Und dann habe ich gesagt: ‚Dann machen wir einfach hier am Mühlenteich ein Künstlerhaus!‘ Und die acht Freunde, die da zufällig im Zimmer waren – wenige Tage vor seinem Tod – haben gesagt: ‚Kommt, wir bilden das Kuratorium!‘ Das war eine ganz spontane Entscheidung, hier ein Künstlerhaus draus zu machen. Und Roger hat sich sehr darüber gefreut. Und da haben wir jetzt zwei Jahre gebraucht, um das umzusetzen mit der Stiftungsgründung und das Haus nochmal renovieren und so.“

Ein Glück sei es, dass so vieles aus Roger Willemsens Nachlass, seine überquellende Bibliothek, die unzähligen CDs und viele der Möbel, im Haus geblieben ist. Obwohl der Publizist, Schriftsteller, Humorist und Humanist sie in seinem Testament anderen Menschen zugedacht hatte. Die dann aber darauf verzichteten und ihren Anteil an der Erbschaft der Stiftung überließen. Zur Eröffnung war heute auch Herbert Grönemeyer angereist. Er hofft, dass in der alten Villa etwas von den geistigen Anstößen entsteht, die Roger Willemsen der Gesellschaft geliefert hat:

„Er lieferte ununterbrochen, wühlte und suchte und machte und wollte ununterbrochen den Menschen freudiges Futter servieren. Und das immer mit so einem Bonner Rheinischen Humor.“ Geleitet wird das Künstlerhaus von Annette Schiedek. Auch sie eine langjährige Weggefährtin von Roger Willemsen. Auch sie ist glücklich und zuversichtlich, dass das, was diesen Mann ausgezeichnet hat, hier fortwirken kann:

„Der hat alle seine Freunde und die Menschen um ihn herum immer unterstützt. Dass sie ihren Weg gehen. Viele haben einen Haken in ihrem Lebensweg, wenn sie ihn getroffen haben, weil sie plötzlich den Mut gehabt haben, ihre eigenen Sachen zu machen. Und deswegen ist es so besonders schön, diesen Ort zu haben! Selbst nach seinem Tod macht er das noch weiter. Die Menschen zu ermutigen, ihre Kunst zu machen.“